Digital Performance PowerDigital Performance PowerHANNOVER · SEIT 2002
WISSEN · MARKT

Wonach Unternehmen heute eine Agentur suchen

Was ein Unternehmen von einer Agentur erwartet, hat sich zweimal grundlegend verschoben – und verschiebt sich gerade ein drittes Mal. Wer die Bewegung kennt, weiß, welche Fragen er einer Agentur stellen sollte.

KURZ GESAGT

Erst wurden Agenturen für Gestaltung gesucht, dann für Reichweite. Heute entscheidet sich die Auswahl an drei anderen Fragen: Erzeugt die Agentur Anfragen, die zum Produkt passen? Kann sie den Abschluss digital bis zur Unterschrift führen? Und weiß sie, wo künstliche Intelligenz hinter der Werbung tatsächlich etwas bewirkt? Wer nur die erste dieser drei Fragen beantwortet bekommt, kauft eine Agentur der vorigen Welle.

Die erste Welle: Gestaltung

Lange Zeit war die Frage an eine Agentur eine Frage nach Handwerk. Logo, Geschäftsausstattung, Anzeige, Broschüre, später eine Website. Bewertet wurde, was man ansehen konnte. Der Erfolg der Arbeit war nicht messbar und musste es auch nicht sein — die Wirkung war Sache des Vertriebs, und dazwischen lag eine Grenze, die niemand infrage stellte.

Diese Leistung gibt es weiterhin und sie wird weiterhin gebraucht. Sie ist nur nicht mehr das, wonach gesucht wird, wenn ein Unternehmen wachsen will.

Die zweite Welle: Reichweite

Mit der Suchmaschine und den sozialen Netzwerken kam die messbare Anzeige. Plötzlich ließ sich zählen: Einblendungen, Klicks, Kosten je Klick. Agenturen, die Kampagnen aussteuern konnten, wurden gesucht, und die Bewertung verschob sich von Geschmack auf Zahlen.

Der Haken dieser Welle zeigt sich erst mit der Zeit: Die gemessenen Zahlen enden am Klick. Ein Bericht über Klickpreise und Reichweiten sagt nichts darüber, ob das Unternehmen mehr verkauft hat. Genau an dieser Stelle entstehen die Gespräche, die viele Unternehmer kennen — die Kampagne läuft gut, der Vertrieb merkt nichts davon, und niemand kann erklären, woran es liegt.

Die dritte Welle: Anfragen, Abschlüsse, KI

Was jetzt gesucht wird, sind Agenturen, die über den Klick hinaus verantwortlich sind. Drei Anforderungen tauchen dabei immer wieder auf, und sie hängen zusammen.

Anfragen, die zum Produkt passen. Nicht Reichweite, nicht Klicks — Menschen mit tatsächlichem Bedarf für genau dieses Produkt. Das ist eine andere Disziplin als Kampagnenaussteuerung, weil sie beim Produkt anfängt und nicht beim Kanal: Wer kauft das, aus welchem Anlass, mit welchem Einwand, in welcher Lebenslage. Eine Agentur, die das nicht beantworten kann, optimiert Anzeigen auf Zielgruppen, die niemand vorher überprüft hat.

Der Abschluss, digital bis zur Unterschrift. Zwischen der Anfrage und dem Vertrag lag früher zwangsläufig ein Bruch: Papier, Post, Rückfragen, Wochen. Heute ist die gesamte Strecke digital abbildbar — Legitimation, Unterlagen, Vertrag, elektronische Signatur, Nachweis. Wer diesen Teil nicht mitdenkt, erzeugt Anfragen, die in einem Prozess versanden, der zwanzig Jahre alt ist. Wie das technisch und rechtlich funktioniert, ist das Thema unseres Schwesterunternehmens DPP Systems.

Künstliche Intelligenz an den richtigen Stellen. Nicht als Schlagwort, sondern als Werkzeug hinter der Werbung: in der Auswertung großer Datenmengen, in der Entscheidung, welcher Kontakt wohin gehört, in der Geschwindigkeit, mit der aus Beobachtung eine Änderung wird. Worin KI heute tatsächlich etwas bewirkt und worin nicht, haben wir gesondert aufgeschrieben unter KI in Werbung und Vertrieb.

Warum die drei zusammengehören

Man kann sie einzeln einkaufen — bei drei Anbietern, mit drei Berichten und drei Erklärungen, warum es an den jeweils anderen beiden liegt. Das ist der teure Weg, und er ist verbreitet.

Der Grund für das Zusammengehören liegt im Rückfluss. Eine Anfrage wird erst dann gezielt besser, wenn bekannt ist, welche Anfrage am Ende zum Vertrag geführt hat. Diese Information entsteht im Abschluss, wird technisch zurückgemeldet und dort ausgewertet, wo die Kampagnen gesteuert werden. Reißt diese Kette an einer Stelle, optimiert das Werbesystem weiter auf das, was es sieht — abgeschickte Formulare — und nicht auf das, was zählt.

Die Fragen, die Sie stellen sollten

  1. Woran messen Sie Ihren Erfolg — an Klicks, an Anfragen oder am Abschluss?
  2. Wie kommt die Information über einen tatsächlichen Abschluss zurück in die Kampagnensteuerung?
  3. Was passiert mit den Interessenten, die nicht abschließen?
  4. Wo genau setzen Sie künstliche Intelligenz ein, und was hat sie dort konkret verändert?
  5. Wer verantwortet die Übergänge — zwischen Kampagne und Seite, zwischen Formular und Vertrieb, zwischen Abschluss und Messung?

Die fünfte Frage ist die aufschlussreichste. Die meisten Verluste entstehen nicht innerhalb einer Disziplin, sondern an den Stellen, an denen eine an die nächste übergibt — und genau dort fühlt sich üblicherweise niemand zuständig.

Häufige Fragen

Was unterscheidet eine Performance-Agentur von einer Werbeagentur?

Eine Werbeagentur verantwortet Gestaltung und Kommunikation, eine Performance-Agentur verantwortet ein messbares Ergebnis. Der praktische Unterschied zeigt sich im Bericht: Wird über Reichweite und Gestaltung gesprochen oder über Anfragen, Quoten und Abschlüsse? Beides hat seine Berechtigung, aber es sind unterschiedliche Aufträge.

Was soll eine Agentur heute können, das sie vor zehn Jahren nicht können musste?

Drei Dinge: Anfragen erzeugen, die zum Produkt passen, statt nur Reichweite einzukaufen. Den Abschluss digital bis zur Unterschrift mitdenken, statt an der Anfrage aufzuhören. Und künstliche Intelligenz dort einsetzen, wo sie Auswertung und Steuerung tatsächlich beschleunigt. Dazu kommt die Verantwortung für die Übergänge zwischen Marketing, Vertrieb und Technik.

Brauche ich dafür mehrere Dienstleister?

Möglich ist es, aber der Rückfluss geht dabei oft verloren. Kampagnen werden nur dann besser, wenn die Information über tatsächliche Abschlüsse zurück in die Steuerung fließt. Verteilt sich diese Kette auf mehrere Anbieter, muss die Schnittstelle ausdrücklich vereinbart und verantwortet werden — sonst optimiert am Ende jeder auf seine eigene Zwischengröße.

Ist das nicht nur ein anderes Wort für dasselbe?

Nein, und es lässt sich leicht prüfen. Fragen Sie nach der letzten Änderung, die aus einer Rückmeldung des Vertriebs entstanden ist. Wo diese Frage konkret beantwortet wird, existiert die Kette. Wo sie ins Allgemeine ausweicht, endet die Arbeit am Klick.

KONTAKT

Womit würden wir bei Ihnen anfangen?

Schreiben Sie in zwei Sätzen, worum es geht, oder rufen Sie an. Im ersten Gespräch klären wir Produkt, Zielgruppe und Ausgangslage – und ob wir der richtige Partner sind. Das dauert etwa fünfzehn Minuten und ist keine Präsentation.